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Nächstenliebe im Drogenkiez

Unser Café SehnSucht mittendrin

Nächster Halt Kottbusser Tor, Ausstieg links. Also raus aus der U8 und ab in`s Multikulti-Gewimmel am Kotti. Ok, hier ist nicht gerade der Wohlfühlort. Wenn man hinschaut, erlebt man Dreck, Drogen, Obdachlosigkeit. Aber für uns ist es hier absolut richtig. Genau hier liegt unser Café SehnSucht, eine Anlaufstelle für die Gestrandeten. 

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Seit 2018 sind wir bereits vor Ort. Als Team wechseln wir uns ab, so können wir das Café von Montag bis Donnerstag öffen.

Willkommen ist hier immer jeder und jede – besonders die, die in ihrer Not nicht wissen, wohin. Obdachlose, professionelle Musiker, Methadonabhängige, Studierende, ehemalige Gefängnisinsassen und Lebenskünstler:innen, alle genießen das Gefühl Teil von etwas zu sein. 

 

Im Herzen von Berlins berüchtigtem Drogenkiez am Kottbusser Tor hat Hope Kreuzberg eine sichere Oase geschaffen. Ein Ort, an dem man sich über seine Sorgen und Freuden austauschen kann, an dem man von Veränderung hört und von einer lebendigen Hoffnung. Die Mitarbeitenden von Hope Kreuzberg sind mit Begeisterung bei der Sache. Sie kümmern sich um jede und jeden Einzelnen und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung. Man ist eben füreinander da, hört auf die Nöte, die Sorgen – eben auf alles das, was das Gegenüber beschäftigt.

 

Immer wieder mal gibt es das eine und andere Highlight, wie z. B. eine großangelegte Osterveranstaltung oder unser „Real Christmas“ in den Räumen vom Café SehnSucht. Seit Corona ist hier auch die tägliche Essensausgabe zum festen Bestandteil geworden.

 

Im Lauf der Zeit sind wunderbare Freundschaften entstanden und so manche Not wurde gelindert durch den seelischen Beistand und durch materielle Hilfe. Auch konnten wir immer wieder Einzelne in Rehabilitationseinrichtungen und Sozialstationen vermitteln.

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Das alles macht Hope Kreuzberg aus und das Schönste ist es, dass unsere Freunde von der Straße gerne zu uns kommen. Für sie ist das Café SehnSucht mittlerweile ihr Wohnzimmer geworden. Wenn dann am Donnerstagabend unser regelmäßiger Gottesdienst,

die Jesus-Zeit, stattfindet, dann sind immer etliche von ihnen dabei und gerne nehmen sie das angebotene persönliche Gebet in Anspruch.

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Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

​Ich stehe mit der obdachlosen H. auf dem Kotti und höre mir ihre Not an. Als ich mich verabschieden will, stellt sie mir ihren Sohn D. vor, der gerade vom Arzt kommt. „Ist alles okay bei dir?“, frage ich ihn. Er zuckt nur niedergeschlagen mit den Achseln. Er schaut mich fragend an, dann runzelt er die Stirn und schüttelt den Kopf. Dieses Mal sagt sein Blick eindeutig: Ich habe ziemliche Probleme!

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Für Leute wie D. dreht sich die Welt in ihren gewohnten Bahnen mit der ganzen Last an Problemen. Sie sind letzten Endes immer auf die Hilfe anderer angewiesen.

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Die Mutter H. erzählt mir, dass sie Geld abheben wollte, aber ihr Personalausweis ist abgelaufen und so bekam sie kein Geld. Der neue Personalausweis kostet aber zehn Euro, die H. nicht hat. Damit sie bei der Kunden-Notstelle einen Termin bekommt, muss sie diesen telefonisch beantragen. Doch ihre SIM-Karte ist ebenfalls leer.
 

Nach einem Besuch im Kiosk, der Installation einer neuen SIM-Karte, mehreren Telefonanrufen und der Übergabe von zehn Euro sitzen wir zu zweit auf einer Treppe und beten. Ich danke Gott für diese Frau und dafür, dass er sie auch weiterhin versorgen wird. Schließlich betet H.: „Danke Jesus! Und Danke euch! Da kann man echt wieder an einen Gott glauben.“ Amen.

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Der Tod hat nicht das letzte Wort!

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Hier in Kreuzberg wurde Jacky geboren und ist hier in einer Familie mit Migrationshintergrund aufgewachsen. Der Vater verließ die Familie früh, die Mutter hatte wechselnde Beziehungen und war mit der Erziehung von Jacky und ihren Halbgeschwistern überfordert. Einer ihrer Lebensgefährten missbrauchte Jacky im Kindesalter über mehrere Jahre hinweg. Weil ihr niemand glauben wollte, lief sie mehrmals weg und ab dem Alter von 13 Jahren lebte sie auf der Straße und zeitweise in Heimen.

Etwa zur gleichen Zeit begann ihr Drogenkonsum; schnell war sie „auf der Nadel“ und abhängig.

Auf der Suche nach Annahme und Geborgenheit flüchtete sie in Männerbeziehungen und bekam mit 17 ihren ersten Sohn. Der Vater, ein Mann aus Libyen, wurde abgeschoben und das Kind wurde vom Jugendamt abgeholt. Mit Mohamed, auch Gast im Café Sehnsucht hatte sie später 3 weitere Söhne, die wegen des Drogenkonsums der Eltern alle in Heimen oder Pflegefamilien aufwachsen. 

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Jacky vergaß die Geburtstage ihrer Kinder nie und flüchtete an diesen Tagen besonders in ihre Drogen.

Ich lernte Jacky vor 10 Jahren im Café Sehnsucht kennen. Damals hatte sie noch Hoffnung aus ihrer Abhängigkeit entfliehen zu können. Oft kam sie ins Café und bat mich: „Nimm mich bitte kurz in den Arm“. Manchmal weinte sie dabei, ich betete für sie und sie wurde ganz ruhig. „Jetzt kann ich den Tag überstehen“, meinte sie dann und verschwand auf der Straße.

Im laufe der Jahre wurde unsere Beziehung immer enger, ich wurde ihre „Ersatzmama“. 

Wir haben zusammen gelacht, uns über kleine Erfolge (wie 2 Tage ohne Beikonsum) gefreut, zusammen geweint, wenn sie mal wieder überfallen und vergewaltigt worden war und haben uns, wenn sie gut drauf war, vorgestellt, wie sie ihre nächste Unterkunft einrichten könnte.

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Leider konnte sie es allein in einem Zimmer nie lange aushalten und hat die Unterkünfte nach ein paar Tagen wieder verloren. 

Seit Anfang des Jahres hat Jacky immer mehr die Hoffnung, dass sie aus dem Kreislauf der Sucht entkommen könnte, verloren. Sie wog keine 40 Kilo mehr, hatte viele Verletzungen, konnte kaum noch essen und ich spürte, dass sie nicht mehr leben wollte. Alle Versuche zu helfen, alle Worte, die Mut machen sollten, von mir, unserem Team und anderen Hilfsorganisationen, kamen nicht mehr an. Irgendwann ist sie dann zusammengebrochen und wurde auf die Intensivstation der Charite gebracht. Sie weinte, als ich sie dort besuchte und wollte nicht, dass ich gehe. Beim Gebet wurde sie dann ruhig, obwohl sie fixiert und intubiert war. Beim letzten Besuch haben wir Abschied genommen, sie schaute mich lange sehr traurig an und schickte mich dann weg. Ich konnte ihr zusprechen, dass die Hand von Jesus ausgestreckt ist und sie sie nur ergreifen muss. Und zum ersten Mal in all den Jahren, hat sie dazu genickt. 

Das gibt mir Hoffnung auf ein Wiedersehen. 

Gila Rohsmann

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Wenn die Sucht stärker ist

Ein Leben auf der Straße hinterlässt tiefe Spuren. Drogen und Alkohol können für Menschen in schwierigen Situationen zunächst wie ein Ausweg wirken. Doch aus dem vermeintlichen Ausweg kann ein Gefängnis werden. Mit der Zeit werden Körper und Seele immer schwächer. Beziehungen zerbrechen. Gesundheit und Selbstvertrauen gehen verloren. Und irgendwann kann auch die Hoffnung verschwinden:

„Einmal Junkie, immer Junkie.“

Dieser Satz beschreibt die Resignation, die wir bei Menschen erleben, die schon so viele Male versucht haben, ihr Leben zu verändern – und immer wieder gescheitert sind. Etlichen gelingt es einfach nicht, ihre Abhängigkeit zu überwinden. Haftstrafen, Therapien und Krankenhausaufenthalte können oftmals die Sucht nicht dauerhaft durchbrechen. Die Sucht ist einfach stärker.

Das zu akzeptieren, fällt schwer. Denn wir wünschen uns für jeden Menschen einen anderen Ausgang. Wir wünschen uns Heilung, einen Neuanfang, ein Zuhause und ein Leben ohne Angst und Abhängigkeit.

2.150 Menschen sind keine Zahl

Am Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende wird an die Menschen erinnert, die an den Folgen ihrer Abhängigkeit gestorben sind. 2.150 Menschen starben im Jahr 2025 in Deutschland an den Folgen ihres Drogenkonsums. Rund 300 davon allein in Berlin. Das sind erschreckende Zahlen. Aber für uns sind es nicht nur Zahlen. Wir kennen einige dieser Menschen.

Wir haben mit ihnen am Tisch gesessen. Wir haben ihre Geschichten gehört. Wir haben ihre Namen gekannt. Und deshalb betrifft uns das Sterben durch Drogen und die Folgen von Obdachlosigkeit unmittelbar – auch hier bei uns in Kreuzberg.

Warum das Café SehnSucht bleibt

Wir können nicht jeden Menschen retten. Wir können nicht jede Sucht beenden. Und wir können nicht verhindern, dass Menschen sterben. Aber wir können entscheiden, nicht wegzusehen.

Wir können Menschen begegnen, ohne sie auf ihre Sucht zu reduzieren. Wir können zuhören, wenn sonst niemand zuhört. Wir können eine warme Mahlzeit geben, wenn jemand Hunger hat. Wir können Kleidung geben, wenn jemand friert. Wir können einen Raum schaffen, in dem Menschen einfach sein dürfen. Und wir können Hoffnung weitergeben.

Unser christlicher Glaube gehört dabei untrennbar zu unserem Dienst. Wir glauben, dass jeder Mensch von Gott geliebt und wertvoll ist – unabhängig von seiner Vergangenheit, seiner Sucht oder seiner aktuellen Lebenssituation.

Das erinnert uns auch daran, warum es das Café SehnSucht braucht. Warum wir unsere Türen weiterhin öffnen. Warum wir weiterhin zuhören, helfen, beten und Hoffnung geben.

Damit Menschen am Rand unserer Gesellschaft nicht übersehen werden. Damit aus „Drogensüchtigen“ wieder Menschen mit Namen und Geschichten werden. Und damit niemand das Gefühl haben muss: Ich bin vergessen. Denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch. 

 

Und jedes Leben zählt.

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Kaffeeduft und warmes Essen

Gemeinschaft und Hoffnung in unserem Café SehnSucht!​

Betreiber:             Hope Kreuzberg

Wo:            im Herzen vom Kotti / Kottbusser Tor Berlin

Angebot:                Kaffee, Brote, lecker Essen​   

Specials:              eine Schulter zum Anlehnen

                                 Hilfe in Lebensfragen  

                             Begleitung bei Behördengängen 

                      Seelsorge und Gebet

Unsere Besucher sind unsere Freunde von der Straße. Ganz egal ob obdachlos, drogenabhängig, irgendwie gestrandet oder vom Leben gezeichnet: jeder und jede ist bei uns herzlich willkommen und jedem Einzelnen begegnen wir mit Respekt und Freundlichkeit.

Das ist unser Credo!

Back to the Roots 2026

Es lebe die Veränderung

Das letzte Jahr (2025) hatte es mächtig in sich. Monatelanger intensiver „Essens-Marathon“, im Klartext: An vier Tagen pro Woche haben wir ca. 80–100 warme Mahlzeiten ausgegeben. Unser kleines Café mitten in Kreuzberg war jedes Mal gerammelt voll. Unsere Gäste waren gezwungen, in Schichten oder sogar „outside“ zu essen!

 

Echte Begegnungen? Kaum möglich – wir waren am Limit und wir konnten dem Ansturm von Hilfesuchenden einfach nicht mehr nachkommen. Also haben wir im Sommer die Notbremse gezogen und das „SehnSucht“ für drei Wochen geschlossen. Das hat uns genug Zeit gegeben, um zu renovieren und für die Zukunft zu planen.

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Jetzt läuft alles etwas anders – und besser:

  • Warmes Essen gibt’s jetzt montags und mittwochs. 

  • Dienstags gibt’s die „Special-Speise“: Lebensmittel von der Tafel, die wir an unsere Freunde von der Straße weitergeben. Zusätzlich bieten wir Snacks und Kaffee an! 

 

So haben wir endlich wieder Zeit für das, was wirklich zählt: zuhören, helfen, beten und einfach mal da sein.

  • Donnerstags gehen wir raus auf die Straße, an die Brennpunkte, dorthin, wo unsere Gäste in der Regel zu finden sind. Die beste Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und zu unserem Café und dem Gottesdienst „Jesus-Zeit“ einzuladen.​ Der ist mittlerweile der Geheimtipp für alle, die nach Ruhe suchen – Lieder, die man auch mal schief mitsingen kann, eine Botschaft, die einfach und praktisch ist, und gerne wird auch das Angebot zum Gebet aufgegriffen. 

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Die Umstellung war wie ein Jonglierakt – anfangs dachten viele, wir hätten das Café für immer geschlossen. Aber allmählich pendelt sich alles ein. Insgesamt ist es ruhiger geworden, aber es gibt immer wieder mal die Tage, an denen der Ansturm uns fast überrollt.

 

​Dank der neuen Struktur haben wir wieder mehr Zeit für echte Begegnungen.​ Ein Teammitglied sagte neulich:

„An einem Tag habe ich jetzt mehr Gespräche geführt als in den letzten Monaten zusammen – und das sogar ohne Kaffee!“ 

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Ein Segen für unser Café – trotz Sprachbarrieren

Wo Herzen mehr sprechen als Worte

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Das ist Eric.
Er arbeitet seit vielen Jahren engagiert im Café SehnSucht und hat sich während ihres Aufenthalts um das YWAM-Team gekümmert.

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Vor einigen Wochen durften wir ein Team von sieben jungen Menschen von „Youth With a Mission“ (YWAM) Berlin bei uns begrüßen. Schon oft haben YWAM-Teams das Café unterstützt – dieses Mal war es jedoch besonders spürbar.

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Eine unserer größten Herausforderungen sind Sprachbarrieren, besonders bei arabischsprachigen und polnischen Gästen. Das Team ging direkt auf die Menschen zu: Tim aus Neuseeland sprach mit allen, die Englisch konnten.

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Omar aus Westafrika erzählte von seiner lebensgefährlichen Reise nach Berlin – von 110 Menschen seiner Gruppe überlebten nur 17 – und ermutigte Jarek, einen Alkoholiker mit mehreren Selbstmordversuchen.

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Kasha aus Polen setzte sich zu der polnischen Gruppe. Innerhalb weniger Minuten stellten die Gäste neugierig Fragen über Gott und zeigten Offenheit und Interesse.

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Esther, Chinesin, sprach mit den arabischsprachigen Gästen auf Arabisch und Französisch, hörte ihre Geschichten, ermutigte sie und führte Gespräche über Gott.

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Zum Abschluss sang das gesamte Team zwei Lobpreislieder, bevor das Essen serviert wurde. Trotz der vielen Sprachen war zu spüren: Gott wirkt in den Herzen der Menschen, verbindet sie und schenkt Hoffnung.

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Dieses Team war ein wahrer Segen für das Café – ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geduld, Offenheit und Liebe Sprachbarrieren überwinden können.

Begegnung mit Herz

Jugendliche sammeln Spenden für unser Café SehnSucht​

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Vor gut einem Jahr wurden wir in eine achte Klasse der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder, am Rande Berlins, eingeladen. Im Rahmen einer Projektwoche „Leben in schweren Zeiten“ konnten wir über unseren Dienst im Café SehnSucht berichten.

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In drei Schulstunden erzählten wir von den Nöten und Lebensgeschichten der Obdachlosen, erarbeiteten die Probleme der Obdachlosigkeit und führten ausführliche Frage- und Antwortzeiten zu diesem Thema durch.

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Wir waren überrascht, wie sehr die Jugendlichen die Situationen und Probleme der Obdachlosigkeit erfassten, Empathie für diese Menschen entwickelten und von der Not berührt wurden. Sie suchten Möglichkeiten zur Hilfe und entwickelten konkrete Vorschläge, wie ihre Beteiligung aussehen könnte.

Kurze Zeit später erhielten wir äußerst positives Feedback von Schülern und Lehrern darüber, was wir miteinander und voneinander lernen konnten.

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Dann hörten wir fast ein Jahr nichts von ihnen, bis wir Ende Januar eine Einladung erhielten.

Die Schüler hatten in Aktionen warme Kleidung und Hygieneartikel gesammelt, durch den Verkauf von Hot Dogs Geld eingenommen und den Erlös zur Unterstützung unserer Arbeit gespendet.

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Am meisten hat uns die erneute Begegnung berührt, die voller Herzlichkeit und Freude war – über unsere Verbundenheit und darüber, gemeinsam etwas für Menschen in schweren Zeiten zu tun.

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Gila und Martin Rohsmann zusammen mit Schülern der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder

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