Was bisher geschah

Projektleiterin Christiane Müller

Beim Einkaufen der Stoffe

In der Werkstatt

Ein starkes Team

Unsere 3 neuen Mitarbeiter im Kindergarten

Kinderheim

Hoffnung, Zukunft und ein Leben in Freiheit

Erdrückende Armut und Verzweiflung führt manche Eltern in Indien dazu, ihre Töchter in vermeintliche „Arbeitsverhältnisse“ zu verkaufen, die oft in Missbrauch und Versklavung enden. Sie erhoffen sich so eine Atempause aus ihrer materiellen Not, Tilgung ihrer drückenden Schulden, oder Finanzen für dringend benötigte Medizin. Wenn die Mütter dann erleben, wie ihre Töchter ausgebeutet werden und schlussendlich in Prostitution landen, sind die Tränen bitter.

 

In Indien wird vieles getan, um junge Frauen frühzeitig aus einer solchen „Abwärtsspirale“ des Missbrauchs zu retten, die meist hinter den Mauern finsterer Bordelle endet. Wenn wachsame Augen und professionelle Helfer, wie Polizei, Gerichte und Sozialarbeiter, rechtzeitig auf die Situation einzelner junger Mädchen aufmerksam werden, gelingt es manchmal ein Entkommen aus der Sklaverei zu bahnen und den jungen Frauen auch vor Gericht Recht und Entschädigung zu verschaffen.

 

Aber erst durch stabilisierende sozial-emotionale Langzeitbetreuung und die Investition in Bildung und Ausbildung der Frauen kann es  gelingen, ihnen „einen festen Boden unter den Füssen“ zu geben, auf dem ein Leben in Freiheit erfolgreich gestaltet werden kann.

Geschützte Werkstatt

Im September 2019 konnten 7 junge Frauen ihren Abschluss in der von Stiftung Hope geförderten Ausbildungswerkstatt für Textilverarbeitung und Schneiderei feiern. Sie erhielten Zeugnisse und Urkunden.

4 von 7 Frauen konnten eine Anstellung durch das neugegründete Projekt einer geschützten Werkstatt für Frauen finden. In Zusammenarbeit von Stiftung Hope mit einer indischen Stiftung wurde die Werkstatt „Jyoti Craft“ geschaffen. Hier können junge Frauen, die aus Menschenhandel befreit und rehabilitiert wurden, in einer sicheren Umgebung arbeiten und gleichzeitig zu mehr Selbstverantwortlichkeit angeleitet werden. Zum Erfolg der 2-jährigen Ausbildungswerkstatt gehört auch, dass 2 weitere, der 7 Frauen, Arbeitsplätze in einer anderen Textilwerkstatt fanden. 

 Für die Frauen, die bei Jyoti Craft beschäftigt wurden, bleiben Anleiter und Ausbilder die gleichen Personen. Diese Kontinuität macht es für die jungen Angestellten leicht den Übergang in die „volle Berufstätigkeit“ zu finden.

Wir freuen uns, durch diese geschützte Werkstatt einen Weg gefunden zu haben, die Frauen auch weiterhin psycho-sozial zu unterstützen, wenn sie in ihren individuellen Situationen Hilfe brauchen.

Die Werkstatt soll langfristig auch anderen Frauen, die aus prekären sozialen Verhältnissen kommen, Ausbildung und Arbeitsplätze geben.

Zudem wird die Stiftung Hope die Arbeit eines Kinderheims unserer indischen Partner Organisation unterstützen sowie maßgeblich an der Neugründung eines Kindergartens in der Nachbarschaft eines „Slums“ tätig sein.

Kindergarten

Stiftung Hope beteiligt sich ebenfalls maßgeblich an der Neugründung eines Kindergartens in der Nachbarschaft eines „Slums“. Die Räume des Kindergartens befinden sich im gleichen Gebäude wie die geschützte Textilwerkstatt. Früher hat es hier bereits einen Kindergarten gegeben, der aber wegen Mangel an Supervision und finanziellen Mitteln geschlossen werden musste.

Christiane Müller als Mitarbeiter von Stiftung Hope ist vor Ort verantwortlich diesen Kindergarten neu mit einem Konzept auszustatten und geeignete Mitarbeiter(innen) einzustellen und zu trainieren. Kindergärten in sozial schwachen Gebieten tragen dazu bei, dass Kinder in diesen Gebieten gleichermaßen auf die Schule vorbereitet werden, wie Kinder aus finanziell besser gestellten Familien. Kindergartenbesuch ist in Indien freiwillig und von den Eltern zu bezahlen. Allerdings wird von den Grundschulen erwartet, dass die Kinder bei der Einschulung bereits schreiben können. So lastet auf den Eltern ein hoher Druck bereits in die Vorschulerziehung ihrer Kinder verhältnismäßig viel Geld zu investieren.

In diesem Kindergarten wird der Schwerpunkt auf kreativem Lernen und spielerischem Erfassen von Konzepten liegen. Die Kinder werden sowohl in Hindi als auch in Englisch betreut.

Stiftung Hope möchte auch in diesem Projekt unterstützen, in dem wir für den Lohn der Mitarbeiter aufkommen. 

Kinderheim

Stiftung Hope wird die Arbeit eines Kinderheims unserer indischen Partner Organisation unterstützen.

In diesem Heim werden 16 Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren betreut. Die Kinder stammen aus Bordellen in Delhi. Ihre Mütter, bzw. die, die sich dafür ausgeben, erwerben ihren Unterhalt durch Prostitution. Die Kinder selbst sind durch das Leben in den Bordellen traumatisiert, teilweise sind sie stark verhaltensauffällig. Einige der Kinder wurden schwer emotional, körperlich und sexuell missbraucht.  Ein Kind ist oft die „Altersversorgung“ für eine Prostituierte, deshalb brauchen diese Kinder auch besonderen rechtlichen Schutz, um nicht mit Einsetzen der Pubertät wieder in das Rotlichtviertel zurück „verschleppt“ zu werden.  Das Heim unterliegt der Aufsicht und den Bestimmungen des indischen Jugendwohlfahrt-Verbandes und der Jugendgerichtsbarkeit.

Auf die Not dieser Kinder wurde das Gründer Ehepaar aufmerksam, als sie vor ca. 10 Jahren begannen die Frauen in den vielen Bordellen des Rotlichtviertels von Delhi aufzusuchen, um ihnen zu helfen. Aus der Überzeugung heraus, dass diese Kinder, gemäß Gottes Barmherzigkeit, ein gutes Zuhause und Schutz benötigen, gründeten sie das Heim im familiären Rahmen ihres eigenen Wohnhauses.

Hier wurde ein Stockwerk zur Betreuung der Jungen und eins zur Betreuung der Mädchen bereitgestellt. Ein kleines Team von Mitarbeitern unterstützt das Ehepaar bei der Betreuung der Kinder.